# Darum sollten KMU von Live-Videos profitieren

- Link: https://samsteiner.net/5-gruende-fuer-live-videos/
- Published: 2017-05-08T10:15:09+02:00
- Author: Sam Steiner

Früher war es undenkbar, dass Privatpersonen eigene Videos in die ganze Welt verbreiten.
Nur Fernsehstationen konnten live senden. Heute hat sich das verändert: **Live-Videos
sind ein Riesen-Trend.** Alles, was man braucht, sind ein Smartphone und Internetempfang.

In den USA boomen Live-Videos.

Sie sind auch** spannend für Firmen und Geschäftsleute:** Experten machen Live-Schaltungen
zu Produkten und Themen und erreichen damit extrem viele Zuschauer. Während, aber
auch nach der Live-Session noch. Denn das Video bleibt wenn gewünscht auf Facebook
verfügbar.**

Videos bringen uns Menschen näher. Live-Videos noch viel mehr.

## Einsatzgebiete von Live-Streams

 * Event, Vortrag, Podiumsdiskussion
 * Experteninterview (z.B. zu Themen wie Hypotheken, Versicherungen, Marketing, 
   Erziehung etc.)
 * Launch eines neuen Produkts, Produktevorführung
 * Unboxing, Test/Rezension zu einem neuen Produkt
 * Eigene Ideen präsentieren (mit direktem Feedback!)
 * Webinar
 * Interaktive Frage-/Antwort-Session (funktioniert nur, wenn einige Leute live 
   einschalten)
 * Konzert, Bandprobe: Mit meiner Band [Spiegelbild](https://www.facebook.com/spiegelbildband.ch/)
   streamen wir regelmässig aus dem Proberaum – Video am Ende des Artikels
 * Blick hinter die Kulissen eines Unternehmens, Interview mit Mitarbeitenden
 * Regelmässige Live-Videos in einer [Facebook-Gruppe](https://samsteiner.net/unternehmen-ignorieren-facebook-gruppen-ein-brutaler-fehler/)

## 󠀁[󠀁[

## 1. Live schafft Nähe

Kommunikation wird auch übers Internet immer unmittelbarer. YouTube ist bereits 
sehr direkt, da es jedem erlaubt, Videos zu verbreiten. Aber es ist vorproduziert(
teilweise sehr aufwändig) und nicht zeitgleich. Live wirkt noch authentischer und
weil man als Zuschauer die Gelegenheit hat, direkt dabei zu sein, auch exklusiver.

**Live schafft Nähe und damit Vertrauen**. Nach einem Live-Video haben die Zuschauenden
das Gefühl, einen persönlich getroffen zu haben.

Umgekehrt geben Live-Videos die Gelegenheit, **direktes Feedback,** Fragen und Anliegen
von Kunden oder Unterstützern zu erhalten.

Mit Facebook Live ist es möglich, die **Zielgruppe des Livestreams** zu definieren:
Man kann in einer Gruppe, auf einer Seite oder einfach zu seinen Freunden streamen.

## 2. Es ist super-simpel, Inhalte schnell ins Netz zu bringen

Periscope war die erste App, welche das live-streamen vom Smartphone extrem einfach
machte. Inzwischen ist Facebook ganz vorne mit dabei und **pusht Live-Videos sogar
aktiv,** indem sie in den Timelines weiter oben angezeigt werden. Neu können auf
Facebook **auch vom Computer oder Laptop aus** Live-Videos geschaltet werden. Also
nicht mehr nur vom Smartphone.

YouTube verfügt über eine Live-Funktion, und auch auf Instagram und Twitter lassen
sich inzwischen Videos streamen. Instagram Stories und Snapchat ermöglichen das 
einfache Produzieren von (fast) Live-Videos.

Eine spannende Variante, **schnell Inhalte zu produzieren** und direkt ins Netz 
zu bringen!

Je nach Einstellung sind die Videos danach noch 24 Stunden sichtbar oder bleiben
online, damit man sie auch später noch anschauen kann. Facebook-Videos und YouTube-
Streams lassen sich auch als Content **im eigenen Blog oder auf der Website** **
einbetten.**

Bei Snapchat und Instagram kann man die Videos auch gezielt an einzelne Leute verschicken
und einstellen, dass sie sich nach dem Anschauen selbst löschen.

## 3. Interaktive Kommunikation

Bei Live-Videos gibt es **nicht einfach „Sender“ und „Empfänger“.** Die Kommunikation
läuft auf beide Seiten: Zuschauerinnen und Zuschauer können Kommentare schreiben
oder mit Herzchen ausdrücken, dass ihnen der Stream gefällt. Ich als Produzentin
sehe, wer neu dazukommt und kann die Leute begrüssen. Beide Seiten können Fragen
stellen und beantworten. Das schafft neue Möglichkeiten.

Der Vergleich mit Webinars drängt sich auf. Diese Tools können zwar verglichen mit
Livestreams mehr, aber sie sind fürs Publikum weniger einfach. Im Live-Video muss
man sich nicht anmelden, sondern kann ganz einfach reinzappen. Jeder, der deine 
Seite abonniert hat, sieht im Feed, wenn du live bist.

Ein Live-Video auch ganz spontan gemacht werden, ohne Ankündigung. Je nachdem macht
es aber auch Sinn (zum Beispiel bei einer Q&A-Session), das Live-Video anzukündigen.
Etwa im Newsletter.

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## 4. Roh und ungeschnitten: Es muss nicht perfekt sein

Live-Videos sind casual. Niemand hat den Anspruch, dass sie Hochglanz-Produktionen
sein sollen. Ein Live-Video kann auch aus der Hand gefilmt werden, ohne Stativ, 
es darf Hochformat sein, es ist roh und ungeschnitten. Das trägt ebenfalls dazu 
bei, dass Live-Videos Nahbarkeit vermitteln.

**Die Regeln sind aber die gleichen wie allgemein bei der Videoproduktion:** Gibt
es zu viele Umgebungsgeräusche, lohnt es sich, ein Mikrofon zu verwenden. Wenn ein
Video zu verwackelt ist, schalten die Leute weg. Ein Stativ macht die Hände frei,
damit man zum Beispiel etwas demonstrieren kann.

## 5. In der Schweiz noch viel Potenzial

Die Zeitverschiebung zu den USA bewirkt, dass weniger Leute aus Europa zu den amerikanischen
Videos zuschalten. Die Konkurrenz ist also begrenzt. Hier gibt es im deutschsprachigen
Raum noch viel Potenzial. Gerade weil hierzulande noch nicht viele Leute und Unternehmen
Live-Videos machen, ist es möglich, vieles einfach mal frei auszuprobieren.

## Zusätzliche Software für Live-Videos

Bei Facebook kann man direkt in der App auf dem iPhone den Livestream starten, ohne
etwas zu installieren. Für den Livestream auf YouTube muss man zuerst eine Software
installieren, zum Beispiel [«Wirecast»](http://www.telestream.net/wirecast/overview.htm).
In der Testversion gibt es im Video ein Wasserzeichen. Mit [«Airserver»](https://www.airserver.com/)
kann man das iPhone auf dem MacBook spiegeln und so auch von der iPhone-Kamera aus
ein YouTube-Live-Video senden.

Dann gibt es [«OBS»:](https://obsproject.com/) Diese Software ist gratis. Man kann
damit sowohl Live-Videos für YouTube als auch Facebook machen. Der Vorteil einer
solchen Software: Man kann mehrere Kameras benutzen und zum Beispiel auch Bauchbinden
einblenden.

## Top: Die Mevo Live Streaming Kamera

Ich bin ein absoluter Fan der [Mevo Cam](https://mevo.com/). Das ist eine Kamera,
die während eines Live-Events selbständig filmt, zoomt und schneidet – quasi im 
Autopiloten-Modus. Wenn man will, kann man die Kamera auf dem iPhone oder iPad steuern.
Sonst verwendet die Mevo Cam den Bildausschnitt, in dem gerade am meisten Bewegung
geschieht.

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Wie das aussieht, hier im Video: Ein Einblick in eine Bandprobe von [Spiegelbild](https://www.facebook.com/spiegelbildband.ch/).
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## Ideal für Blickkontakt in Livestreams: Teleprompter

Eine ideale Ergänzung für mehr Nähe in Livestreams: ein Teleprompter.

Ein Teleprompter hat in der Regel ein flach liegendes Display, das auf einem halbtransparenten
Spiegel vor der Linse deiner Kamera spiegelt. Du siehst so, was auf dem Display 
steht (oder dein Gegenüber in Video-Calls) und die Kamera sieht durch den Spiegel
hindurch dich. So wirkst du so, als **würdest du die Leute im Livestream direkt 
in die Augen schauen** während du zB den Chat liest.

Ich habe mehr zu [Blickkontakt in Video-Calls dank Teleprompter](https://samsteiner.net/blickkontakt-videocalls/)
geschrieben. Einiges davon gilt genauso für Livestreams.
