# Shopify SEO: Erstaunliche 10X

- Link: https://samsteiner.net/shopify-seo-erstaunliche-10x/
- Published: 2026-10-27T16:59:36+01:00
- Author: Sam Steiner

**Das hat mich jetzt recht umgehauen. Eine recht überschaubare Strukturänderung 
hat mitten in einer Zeit, wo die Google-Klicks tendenziell abnehmen zu einer Verzehnfachung
der Google-Klicks geführt.**

Schau mal diese Performance-Grafik aus Google Search Console an:

[⌊Screenshot der Performance-Grafik aus Google Search Console⌉⌊Screenshot der Performance-
Grafik aus Google Search Console⌉[

Mein Hintergrund sind E-Commerce-Webentwicklung und SEO. Ich hab den ersten Betty
Bossi Webshop von Grund auf konzipiert aufgebaut (2003). Online-Marketing kam dann
dazu. Ich hab immer noch diese Liebe für Datenbank-Optimierungen und E-Commerce 
in mir.

Ohne zuviele Details zu verraten, will ich hier einige konkrete Schritte geben, 
die nicht alle nur für Shopify gelten. Natürlich ist es ein eher seltener Glücksfall,
wenn man eine solche Situation antrifft. Dennoch bin ich sicher, es kommt häufiger
vor, als viele denken: Inhalte verfehlen ihre Wirkung, weil man sie quasi versteckt.

## Domain-Chaos aufräumen

Die Arbeit mit diesem Kunden fing deutlich früher an: mit viel Aufräumarbeit. Es
gab eine Squarespace-Website für bestimmte Zwecke, generelle Informationen und Partner-
Angebote. Dazu eine separate Domain mit dem Grossteil der Inhalte – zwar für Google
indexierbar, für Menschen aber hinter eine «Paywall». Daneben dann eben eine neue
Domain mit dem Webshop.

**Das gabs zu tun: **in einem ersten Schritt die Websites alle auf der Hauptdomain
als Sub-Domains zusammenführen. Solche Migrationen sind heikle Momente: oft passieren
hier Unfälle, die Sichtbarkeit kosten. Man muss dran denken, alle alten Links umzuleiten
und laufend ein Auge offen haben in Google Search Console und Bing Webmaster Tools.
Neue URLs möglichst rasch indexieren lassen, auf allfällige kaputte Backlinks achten
etc…

**Resultat: **3 Subdomains auf der Hauptdomain, gut indexiert:

 * hauptdomain.de (Squarespace)
 * shop.hauptdomain.de (Shopify)
 * inhalte.hauptdomain.de (WordPress, Inhalte, hinter Paywall)

## Zweitsystem eliminieren

Shopify ist mit einigen Macken eine der verbreitesten Shop-Systeme derzeit. Es hat
schon auch recht viele Vorteile. In vielen Fällen würde ich das heute empfehlen.
Oft macht es auch Sinn, gleiche die ganze Website mit Shopify umzusetzen. Das war
auch hier mein Ziel. Alles, was bisher auf Squarespace war, konnte locker mit Shopify
realisiert werden. Wir haben Squarespace eliminiert und Shopify auf die Hauptdomain
migriert.

**Resultat:** 2 Subdomains

 * hauptdomain.de (Shopify inkl. Squarespace-Inhalten)
 * inhalte.hauptdomain.de (WordPress, Inhalte, hinter Paywall)

## Grosse Migration

Nach einiger Überzeugungsarbeit konnte ich meinen Kunden das «Go ahead» entlocken,
die Paywall-Inhalte zu Shopify zu migrieren. Dabei wurde auch ein Export der Shopify-
Produkteliste mit Hilfe von KI so verbinden, dass in diesem Schritt die Inhalte 
angereichert wurden und korrekt für Shopify kategoriert wurden. Ziel sind nicht 
nur mehr [Klicks in Google](https://samsteiner.net/wieviele-klicks-in-google-nach-positionen/),
sondern daraus natürlich mehr Umsatz im Webshop.

Das war recht viel Arbeit mit Export/Import-Tests und Umformatierungen von Migrationsfiles.
Schlussendlich hatten wir passende Import-Dateien und die ganzen Inhalte gingen 
rüber (fast 1000 Texte).

**Resultat: **alle Inhalte auf der Hauptdomain

 * hauptdomain (Shopify mit allen Inhalten – offen)
 * inhalte.hauptdomain.de (noch da, Canonical zeigt zur Shopify-Seite)

Bisher waren die Inhalte hinter «Paywall» für mehrere hundert zahlenden Member seines
Youtube-Kanals. Da die Inhalte nun offen für alle verfügbar wurden, mussten an den«
Perks» für Youtube-Member einiges angepasst werden.

## Schluss-Schritt (steht noch bevor)

Zu guter Letzt werden bald die bisherigen Inhalte der WordPress-Seite hart umgeleitet
werden zu den entsprechenden Inhalten auf der Shopify-Seite. Das wird meiner Erwartung
nach nochmal einen Sprung nach oben mitbringen – dazu muss ich aber noch einiges
analysieren (primär Backlinks).

## Resultat

Das Resultat haut mich um: viel deutlicher, als ich erwartet hätte steigen seine
Google-Klicks in einer für SEO eher herausfordernden Zeit. Von 400 Klicks pro Tag
auf über 4000 Klicks pro Tag (Tendenz steigend).

Interessanterweise hat die «inhalte» Subdomain praktisch nichts an Sichtbarkeit 
verloren. Täglich weiterhin ca. 220 Klicks – ich gehe davon aus, dass das bald mal
abnimmt (diese Klicks sollten rüber wandern zur Hauptdomain). Spätestens, wenn wir
es mit harten Umleitungen forcieren – erste, ausgewählte sind eingerichtet.

Die Erwähnungen in KI steigen auch entsprechend deutlich:

[⌊Screenshot der "Generative AI" Grafik aus Google Search Console⌉⌊Screenshot der"
Generative AI" Grafik aus Google Search Console⌉[

## Notizen/Gedanken

 * die Inhalte hatten ihren Zweck erfüllt: es brauchte einen Impuls von aussen (
   von mir, haha), um das grössere Potential zu erkennen und entsprechende Anpassungen
   einzuleiten. Hast du auch Inhalte, die zwar deinen Ursprungszweck erfüllt haben
   aber vielleicht einen viel höheren Zweck erfüllen konnten?
 * mehrere Subdomains sind zwar aufgeräumter (vielleicht vor Allem für die Kunden)
   als komplett unterschiedliche Domains. Aber auch wenn sie ähnlich aussehen, sind
   sie halt technisch separate Websites – dienen einander nur mässig. Ich empfehle
   keine «shop» Subdomain (mehr).
 * manchmal kann viel Arbeit fast nichts bewirken und dann eine solche überschaubare
   Migration zu einer Verzehnfachung führen. Verliere dich nicht in kosmetischen
   Details, wenn vielleicht viel grössere Chancen sich noch etwas verstecken.
 * weiterhin zahlen Klicks in Google deine Miete nicht. Wir haben wir stark auf 
   Anreicherung der Inhalte mit passenden Links zu Produkten geachtet. Jetzt im 
   Oktober (der noch nicht vorbei ist) ist der Umsatz schon deutlich mehr als doppelt
   so hoch wie im Oktober 2025.
 * es brauchte keine exklusiven Tools, um das Potential zu erfassen: es brauchte
   hier Erfahrung, ein «Gespür» für die Wirkung von Inhalten/Content Marketing. 
   Ich nutze zwar Tools wie [AHREFS](https://ahrefs.com/), [ScreamingFrog](https://www.screamingfrog.co.uk/seo-spider/),
   [Visibisy](https://visibisy.com) und natürlich [Search Console](https://search.google.com/search-console/)–
   aber hier war das Haupttool: Hirn.
 * deutliche Veränderung ist in relativ kurzer Zeit möglich. Immer noch. Ich kenne
   das «Kämpfen» in SEO-Projekten und die aktuellen Herausforderungen wegen den 
   Änderungen im Nutzungsverhalten, [Google Updates](https://samsteiner.net/google-ai-mode-update/),
   Zero-Click-Search etc. Dieses Resultat war hier angenehm erfrischend.
 * bei Shopify (und ähnlich bei anderen Webshops) gilt weiterhin die Faustregel:
   die Magie liegt in den Collections. Sehr oft werden «Collections» oder «Kategorie-
   Seiten» übersehen – da liegt sehr viel Potential. Diese Arbeit geht praktisch
   nie aus 🙂

Wenn du Hilfe von aussen brauchst, um Potential zu erkennen (oder um getrost zu 
wissen: da musst ich halt ohne «Tricks» durchbeissen), melde dich gerne bei mir.

Eine SEO-Analyse ist einmalige Arbeit (4 bis 8 Stunden je nach Situation). In der
Regel geht ein SEO-Umsetzungsprojekt bei mir mindestens 4 Monate – weil Optimierung
dann möglich ist, wenn Daten reinkommen, danach gehandelt wird, etwas Geduld geübt
wird und Veränderung gemessen wird.
