Soziale Netzwerke in der Schweiz – Liste

Soziale Netzwerke in der Schweiz – welche sind die Wichtigsten?

Die Antwort ist komplizierter als die Übersicht. Für jedes Unternehmen sind andere Funktionen nützlich. Auf reine Benutzerzahlen kommt es nicht an. Eine Übersicht der Nutzung in der Schweiz.

Social Media in der Schweiz - Liste

Soziale Netzwerke in der Schweiz

Auflistung sortiert nach der Anzahl aktiver Nutzer.

  1. WhatsApp6 Mio. (Hochrechnung 2021 Statista; keine offiziellen Zahlen)
  2. YouTube4.5 Mio. (Quelle: IGEM digiMonitor, 2022)
  3. Facebook2.8 Mio. (Quelle: IGEM digiMonitor, 2022)
  4. Instagram2.5 Mio. (Quelle: IGEM digiMonitor, 2022)
  5. Snapchat1.5 Mio (Quelle: Snapchat Ad manager, 2021)
  6. LinkedIn1.8 Mio. (Quelle: IGEM digiMonitor, 2022)
  7. Pinterest1 Mio. (Quelle: FutureBiz 2021)
  8. Reddit0.8 Mio. (Schätzung von mir, 2022)
  9. Twitter0.8 Mio. (Quelle: IGEM digiMonitor, 2022)
  10. TikTok0.8 Mio. stark wachsend (Quelle: IGEM digiMonitor, 2022)

Zahlen aus IGEM digiMonitor für Gesamtbevölkerung ab 15 Jahren.

Tägliche Nutzung

Welche Social Media Plattformen werden täglich aktiv genutzt in der Schweiz? (Quelle Statista, 2021)

  1. Facebook (28%)
  2. YouTube (26%)
  3. Instagram (22%)

Der Kauf von Instagram war strategisch sehr gut für Facebook/Meta.

Alles bleibt in Bewegung

Die Zahlen haben sich seit meiner ersten Liste von 2012 extrem verändert. Social Media ist interaktiv und beweglich. Ganz vorne dabei die alten Plattformen YouTube und das noch ältere Facebook (abnehmend). Plattformen wie Reddit sind spannend – auch wegen der Sichtbarkeit in Google. TikTok noch stark wachsend – wie lange noch?

Welche sind wichtig?

It depends – es kommt auf deine Wunschkunden an. Und auf dich.

Egal welche Plattform gerade «in» ist – Social Media gehört in ein übergeordnetes Konzept. Welchen Platz soll Interaktion auf Social Media in deinem Funnel einnehmen? Das ist eine Grundfrage. Eine Erklärung dazu: Was ist ein Funnel und warum braucht man das?

Wirksam ist ein Netzwerk dann, wenn man die Kapazität und die Lust hat, es zu pflegen. Social Media Plattformen bauen auf Aktuellem auf. Es ist immer das sichtbar, was jetzt gerade läuft. Veröffentlicht man nichts, ist man unsichtbar. Zusätzlich hat man gute Optionen, die Wunschkunden direkt anzusprechen – via Anzeigen auf Facebook, zum Beispiel. Lies meine 13 Tipps, um Facebook geschäftlich zu nutzen.

In allen Branchen wird Video immer wichtiger. Doch gute Inhalte sind gefragt.

Einen leeren YouTube-Account zu eröffnen bringt genau so wenig, wie die Eröffnung einer Facebook-Seite ohne Inhalte, Interaktion und Integration in der Website. Ein Video auf YouTube wird nicht automatisch gesehen, nur weil man es hochgeladen hat – ein Konzept für Verbreitung ist nötig.

Facebook ist Platzhirsch

Facebook ist weiterhin Platzhirsch Nummer 1. Auch im B2B-Bereich – durch die ausgebauten Business-Funktionen sowie das zielgruppenspezifische Werben ausserhalb von Facebook. Du kannst Menschen ansprechen, die sich nicht auf Facebook bewegen. Oder Menschen, die ähnlich sind, wie deine bisherigen Kunden. Aber die Nutzung von Facebook nimmt deutlich ab – gerade bei Jüngeren.

Instagram legt massiv zu

Beachtet man sogar, dass Instagram und WhatsApp ebenfalls zu Meta (früher: Facebook) gehören, so erkennt man die Macht dieser Plattform (und der Daten). Bei den jüngeren Nutzer*innen hat Facebook an Wichtigkeit verloren, dafür hat Instagram zugelegt.

Snapchat, TikTok, Pinterest & Co.

Snapchat

Snapchat ist nicht neu (älter als Google+!). Snapchat machte anfänglich einiges anders, als andere Plattformen. Snapchat wird unter Jünbgeren (immer noch) stark genutzt – zum Beispiel als Messenger.

Vor einer Weile sprach ich vom Netzwerk, das alle Jungen nutzen und ihre Eltern keine Ahnung haben. Mittlerweile kennen auch die Älteren Snapchat. Selbst nutze ich es selten – weil ein Messenger-Dienst wenig Sinn macht, wenn mein Umfeld nicht damit kommuniziert. Das ist bei Jüngeren ganz anders: viele nutzen Snapchat (schau einfach mal in der S-Bahn ein bisschen rum).

Zu diesem Thema unbedingt über das Schweizer Beispiel für Snapchat bei «Wir, die Gebäudetechniker» lesen! Eine ihrer Aussagen: «Wir haben es praktisch noch nie erlebt, dass etwas auf Snapchat nicht funktioniert hätte» – und das in der Schweiz! 🙂

Allerdings hat es Snapchat schwer, seit Facebook die Story-Funktion kopierte und in Facebook, Instagram und auch in WhatsApp einbaute (siehe unten). Seither hat das Wachstum gestoppt.

Snapchat tägliche Nutzer
Snapchat Benutzer 2021

TikTok

TikTok ist seit Längerem in aller Munde. Es wird einerseits stark gehypt “alle müssen auf TikTok sein oder bald sterben!” und andererseits erzeugt es Verwirrung und Hilfslosigkeit – nicht zuletzt weil es sich glücklicherweise auf erfrischende Art von älteren Plattformen abhebt.

Erste Frage ist wieder die zweiteilige Frage: sind meine Wunschkunden auf TikTok und kann ich Lust und Freude daran entwickeln? Der Einstieg ist mit Aufwand verbunden. Es ist Einarbeitung, Experimentieren, zuschauen und analysieren angesagt – vor Allem Ausprobieren. Und dann – wie überall – hartes Community Building. Ob sich das für dich lohnt? Maybe – wir können gerne darüber reden.

Pinterest

Auch Pinterest hat extrem zugelegt. Eine grosse Chance für Unternehmen – siehe dazu mein Artikel «Pinterest als Unternehmen nutzen: So entwickelst du deine Strategie». Darin berichte ich von erstaunlichen Effekten, die ich auf Pinterest erlebt habe. Pinterest ist neben Facebook, YouTube und Instagram eine Plattform, die «normale, alte Leute wie ich» (Jahrgang 1976) oft nutzen. Sprich: in meinem Umfeld ausserhalb von Technik-Freaks nutzen viele Leute Pinterest, um Ideen zu sammeln. Pinterest ist «weiblich»: 77% der Nutzer*innen in der Schweiz sind Frauen.

Twitch

Im Gegenteil dazu Twitch: Dort sind 85% der Nutzer*innen Männer. Die ursprünglich primär für eGames lancierte Plattform habe ich auf dem Radar – mit der Band streamen wir dort. Nach ersten Erfahrungen ist das die positivste Social-Media-Plattform in meinen Augen. Viele Musiker und Band sind wegen Livestreaming nun dort und die Unterstützung durch die Community ist enorm.

Visuelle Branchen wie Tourismus etc

In «visuellen» Branchen wie Tourismus, Architektur, Design oder Mode sind visuelle Plattformen wie YouTube, Pinterest oder Instagram relevant.

Instagram hat sich mittlerweile in solchen Branchen etabliert – die Werbemöglichkeiten auf der Plattform (die zu Facebook gehört) sind recht umfangreich: Arbeiten mit genauen Zielgruppen, Custom Website Audiences, Lookalike Audiences ist jetzt möglich. Folgender Artikel hilft dir damit: «Nutzt du Facebook-Zielgruppen bisher falsch?»

Komplexere Produkte (oder B2B)

In Branchen mit komplexeren Produkten – wie Sportgeräte, Maschinen, Software, Werkzeuge, Gadgets etc. – wird Video (z.B. auf YouTube) wichtig für Produktvorstellungen, Anleitungen, Vergleiche. Man überbrückt somit eine grosse Hürde und geht hin zum interessierten, potentiellen Kunden. Und das schon während seiner Evaluationsphase, dann, wenn es wirklich drauf an kommt.

Erstaunlich: YouTube ist die zweitgrösste Suchmaschine. Unser Hirn verarbeitet Visuelles 60’000 Mal schneller als Text. Video ist skalierbar – orts- und zeitunabhängig. Firmen tun also gut daran, KnowHow im Bereich Video aufzubauen, zum Beispiel mit den 10 Tipps für bessere Videos von meiner Frau Judith Steiner. Oder für Ambitionierte: mit einem firmeninternen Videokurs.

Trend: Stories – was ist das?

Snapchat hat mit der Story-Funktion eine ganz neue Kategorie von Inhalten ins Leben gerufen.

Facebook, das Snapchat kaufen wollte – aber abgelehnt wurde, hat diese Funktion dann kopiert und in 3 stark genutzte Apps eingebaut: Instagram, Facebook und WhatsApp. Alle drei haben nun auch eine Story-Funktion drin, bei Instagram wird es meiner Erfahrung nach sehr stark genutzt. In der Zwischenzeit kämpft Snapchat ums Überleben. Sie schaffen es nicht, neue Nutzer zu gewinnen (siehe Grafik oben).

Was sind Stories?

Stories – wie mittlerweile in Instagram, Facebook, WhatsApp, TikTok, YouTube (Shorts) und Snapchat sind primär auf Mobilgeräte ausgerichtete Inhalte im Hochformat – Bilder, Videos und Live-Streams – die sehr schnell erstellt («on the fly»), meist nicht auf Hochglanz poliert werden, sondern eine spielerische Nahbarkeit vermitteln. Sie “verschwinden” in der Regel nach 24 Stunden wieder.

Sehr oft eingesetzt für spannende Blicke hinter die Kulissen.

Das Format hat sich etabliert. Wir haben hochpolierte Inhalte satt und wollen die wirklichen Geschichten sehen, mehr Echtheit. Lies was der Verband «Wir, die Gebäudetechniker» mit diesem Format in der Schweiz erlebt.

Stories ermöglichen es auch für kleinere Unternehmen ansprechende, multimediale Inhalte schnell und einfach zu produzieren.

Interaktives Live-Video

Generell gilt: Video kommt und kommt. Das zeigt sich sehr eindrücklich auf Facebook, das Videos geradezu «boostet». Auch Live-Video boomt: Facebook Live und Instagram Live beispielsweise. Auch bei YouTube kann man Livestreams senden – ebenfalls bei LinkedIn und Twitter.

Eine logische Entwicklung. Interaktives Live-Video ist nicht mehr so weit weg von direkter 1:1-Begegnung. Vorteil: ortsunabhängig. Warum du davon profitieren solltest.

LinkedIn und Xing in Büro-Branchen

LinkedIn ist mittlerweile viel interessanter (siehe Blogeintrag «LinkedIn vs. Xing in der Schweiz»).

Businessplattformen wie LinkedIn und Xing sind in «Büro-Branchen» wichtig, nicht so sehr in handwerklichen, manuellen Berufen. Es geht oft um «Employer Branding» und «Personal Branding».

LinkedIn hat Xing schon lange überholt und ist sehr interessant. Interaktionsraten sind auf LinkedIn um ein Vielfaches (100x) höher, was auf eine viel stärkere Nutzung hinweist. Potential wird nicht nur durch die Anzahl Nutzer bestimmt, sondern auch durch die durchschnittliche Nutzungsdauer.

LinkedIn kann man besser als Bestandteil eine Online-Marketing-Funnels (Was ist ein Funnel?) nutzen – LinkedIn kennt zum Beispiel Website-Zielgruppen. Man kann also Retargeting einsetzen.

Ich habe Xing aus der Liste entfernt. Es dient heute eher als Visitenkartensammlung.

Sind WhatsApp und Snapchat soziale Netzwerke?

WhatsApp habe aus Referenzgründen in der Liste. Es ist kein soziales Netzwerk im klassischen Sinn, unter anderem auch, weil man derzeit mal abgesehen von WhatsApp-Gruppen keine Möglichkeit hat, innerhalb der App neue Menschen kennenzulernen. Das ist bei Snapchat auch ein Problem.

Warum ich die beiden Apps in der Liste habe?

Snapchat, weil es so gehandhabt wird und immerhin einen Discover-Bereich hat, sowie Tagging-Funktionen wie Instagram. WhatsApp gehört seit Langem Meta und ist in der Liste, um zu zeigen, wie sich der Meta-Konzern ausgebreitet hat. Kaum jemand nutzt heute gar nichts aus dem Hause Meta.

Wie wir dich unterstützen

Wir unterstützen Coaches und Dienstleister darin, mit unserem bewährten Online-Marketing-Systemen laufend Wunschkunden zu gewinnen. Damit sie mehr bewirken.

Dabei integrieren wir die zu deiner Situation passenden sozialen Netzwerke in dieses System ein.

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